Viele Menschen haben schon davon gehört, dass die Zahl der Insekten immer geringer wird. Aber was tun ? Ein Insektenhotel aufhängen ? Saat irgendwo ausstreuen ? Das ist sicher nicht so sinnvoll, denn was soll ein Insektenhotel, wenn die Insekten keine Blumen mehr finden – und ein hoher Prozentsatz der Wildbienen eh im Boden nistet. Was bringt es, Saat auszustreuen, wenn die Stadt oder Gemeinde alles regelmäßig vor der Blüte abmäht ?

Tatsächlich gibt es im Bezirk Eimsbüttel ja schon einige Initiativen und aktive Verbände sowie zahlreiche Privatpersonen, die dafür sorgen, dass in der Stadt Blumen blühen.

Ein Ziel vom Bunten Band Eimsbüttel ist es, diese verschiedenen Initiativen und Personen miteinander in Kontakt zu bringen. Ein Austausch von Wissen und einen Austausch von insektenfreundlicher Saat und Ablegern von Wildstauden hat schon begonnen.

Ein weiteres Ziel ist das Anlegen von Blühwiesen und insektenfreundlichen Staudenbeeten dort, wo im Bezirk noch Lücken im Biotopverband sind. Eine Wildbiene hat etwa einen Flugradius von 500 Metern, je nach Art auch etwas mehr oder weniger. Es wäre also gut, wenn die Insekten alle 500 Meter Flächen vorfänden, wo das ganze Jahr über Pflanzen blühen, die Nektar und Pollen liefern. Einige Wildbienen sind stark spezialisiert auf einzelne Pflanzenarten. Gerade für diese Arten ist eine Bestandsaufnahme und gezielte Ansiedelung sinnvoll, insofern man die Standortansprüche dieser Pflanzen im urbanen Umfeld erfüllen kann.

Das Bunte Band Eimsbüttel wird getragen von der Regionalgruppe Hamburg des Vereins Naturgarten eV. ( https://www.naturgarten.org/) . Es ist rein ehrenamtlich organisiert.