Unsere Flächen

Stand: Mai 2020

Um Lücken in der Biotopvernetzung zu füllen, wurden von Aktiven des Bunten Bandes gezielt an ausgesuchten Standorten Blühflächen angelegt.

Direkt am Bahnhof Schlump kann man sich so eine Fläche anschauen. Hier wurden gerade von der Deutschen Wildtier Stiftung insektenfreundliche Wildstauden gespendet. Verschiedene Glockenblumen, Natternkopf, wilder Thymian und viele weitere bieten nun Nahrung für Wildbienen und andere Insekten.

Im März wurden von der Deutschen Wildtier Stiftung und dem HVV hier schon mehrere Kubikmeter Sand gespendet, um die Nistfläche der Sandbienen zu erweitern. Zugleich wird der Boden abgemagert und durchlässiger gemacht, so dass hier Wildstauden gedeihen können, die nährstoffarmen Boden benötigen.

Die im rechten Bild noch sichtbaren Reste der Grasnarbe wurde vor dem Verteilen des Sandes entfernt – das Queckegras würde es mühelos schaffen, auch dicke Sandschichten zu durchwurzeln und musste daher besonders sorgfältig entfernt werden.

Auf dem unteren Bild: So sah die Fläche im Herbst 2019 aus. Die jetzt so mächtigen Königskerzen und Fingerhüte waren noch klein. Es sind zweijährige Pflanzen, die als Blattrosette überwintern.

Am Schlump ist noch nichts eingesät, es ist eine Ansaat von mit zertifiziertem regionalen Saatgut geplant. Bisher steht eine Initialbepflanzung am Rand der Fläche. Hier wachsen Nachtkerzen, Königskerzen, Karden, Leinkraut, Ringelblumen, Borretsch, Glockenblumen, Dost und viele andere Pflanzen. Reiherschnabel, Ferkelkraut und Fingerkraut waren auch vorher schon ansässig.

Wenn man möchte, kann man vom Schlump aus einen kleinen Spaziergang zu den Flächen des Bunten Bandes machen. Es bietet sich zum Beispiel an, der Schäferkampsallee in Westrichtung bis zur Christuskirche zu folgen.

An der Christuskirche am Weidenstieg gab es im Laufe des Oktobers sechs Arbeitseinsätze. Gemeindemitglieder, Nachbarn und andere Aktiven bereiteten den Boden vor, verteilten Sand zur Abmagerung der Flächen, säten aus und steckten die Frühblüher- Blumenzwiebeln. Etwa 170 qm Fläche wurden vorbereitet, 6 Kubikmeter Sand verteilt, 0,3 kg regional zertifizierte Saat der Firma Rieger-Hofmann wurde ausgebracht (Wildbienensaum-Mischung) und 600 Blumenzwiebeln in die Erde gebracht (Krokusse und Blausternchen). Schon Ende Oktober konnte man erste Keimlinge der Wildblumen sehen. Jetzt blühen schon erste Pflanzen und die Sandbienen nutzen die Fläche als Nistplatz – doch bis es eine üppige Blütenpracht gibt, muss man noch etwas Geduld aufbringen. Eine Wildblumenfläche braucht, anders als ein Beet mit Zierblumen, viel Zeit zur Entwicklung.

Geht man hinter der Kirche zwischen den Gemeindehäusern hindurch, gelangt man zu einem Grünzug, der sich weiter nach Westen erstreckt, parallel zur Fruchtallee. Folgt man diesem bis zum Eppendorfer Weg, erreicht man eine weitere Fläche des Bunten Bandes, die „Elefantenfläche“. Hier haben die Grünpfleger des Bezirks den Boden vorbereitet und Sand aufgebracht, wir mussten nur noch säen und ein paar Initialstauden pflanzen. Auch hier stehen nun Nachtkerzen, Karden und Königskerzen.

Wer jetzt noch weiterspazieren möchte, kann zum Beispiel dem Grünzug folgen, vorbei am Hamburg-Haus, durch Wehbers Park und dann weiter die Fruchtalle hoch bis zur Kreuzung mit dem Heußweg gehen. Auf der Kreuzung findet man eine begärtnerte Verkehrsinsel. Biegt man dann links in den Fußweg ein, der eine Fortsetzung des Heußweges ist, kommt man zum Spielhaus Eduardstraße (um das Spielhaus herum sind verschiedene insektenfreundliche Beete, hinter dem Spielhaus ein kleiner Nutzgarten) und zur Grundschule Eduardstraße. Dort findet man eine Wildblumenwiese. Besonders zu empfehlen ist dieser Spaziergang Ende April, dann kann man viele bodenbrütende Wildbienen beobachten.